Karpfen (früher) einfach fangen

‚N Sync, Scooter, Mr President und wie sie alle hießen. Kein Angelausflug bei dem uns nicht der Techno-Boyband-Dancefloor-Rhythmus auch ins Angelrevier begleitete. Zum Glück, zumindest manchmal, war die Fahrt an unser Hausgewässer recht kurz und die Vorfreude übertönte eh alles.

Schon waren die guten Gartenstühle aus dem Kofferraum gehievt und der Schleichmodus wurde eingeschaltet, damit man ja keinen der Schuppenträger verscheucht (Als ob das bei dem Autobahnlärm einen Unterschied gemacht hätte?!). Zügig wurde aufgebaut, die erste Maiskörner flogen ins Nass.

Mit leichter Angel auf Karpfen

Karpfen 74,5 cm

Karpfen 74,5 cm

Wer jetzt denkt, dass wir dort mit highend Karpfengeschirr unterwegs gewesen sind, der irrt. Ich erinnere mich nur an das Knacken der „Rolle“, als ich einen Schleie gedrillt habe, aber dazu ein anderes Mal mehr. Unsere Ruten waren wenn überhaupt maximal 2,40 m lang und „sollten ja wohl reichen“, so mein Vater.

Natürlich waren wir nicht das erste Mal da. Simple Posenmontagen und eine Maiskette führten zum Erfolg. Abtauchende Posen, aber nicht immer sitzende Haken, sprachen dennoch für den Erfolg über eine Karpfen in Portionsgröße.

Friedfisch nicht so friedlich an leichtem Gerät

Wie lange wir hier erfolgreich waren, weiß ich schon nicht mehr. Vielleicht frage ich an dieser Stelle einmal meine(n) Angelpaten. An der schlechtesten Ruten biss dann natürlich auch der größte Karpfen (ok, 9 Pfund sind jetzt nicht die Welt) und brachte das bescheidene Gerät nun an seine Leistungsgrenzen.

Wie meine Wenigkeit musste, die noch beide Hände zur Hilfe nehmen musste – mein Bruder hatte wohl gerade keine frei. Gerne erinnert man sich hier an die noch kühlen Morgen und die aufsteigende, wärmende Sonne bis die ersten Fische, meist 9 Uhr herum bissen.  Selbst wenn kein 90er Karpfen dabei war.

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