Euer Angeltrip – Was dabei sein muss

Am nächsten Morgen soll es endlich wieder an euer Lieblingsgewässer losgehen und ihr habt noch nichts gepackt und keine Ahnung, wo ihr anfangen sollt? Kein Problem. Wir zeigen euch, wie ihr entspannt in den Angeltag startet und nicht gleich den Mut verliert. Das Allerwichtigste vorweg: Organisation und Geduld sind Tugenden ;)!

Spinnangel-Combo

Die wichtigsten Punkte, die ihr klären müsst

Wie kann man dort angeln?

Sofern ihr nicht bereits im Besitz einer Jahreskarte oder einer Vereinmitgliedschaft seid, sucht im Web auf jeden Fall nach einer Erlaubniskarte (für einen Tag, eine Woche oder einen Monat), je nachdem wie lange ihr euch am Zielgewässer aufhalten wollt. Einige Vereine haben auch schon Homepages, wo ihr weiterführende Infos erhaltet, leider sind das noch nicht allzu viele.

Wir empfehlen u. A. Foren wie fischhitparade.de oder Websites, die online Angelkarten anbieten, wie meineangelkarte.de. Hier erfahrt ihr alles über die örtlichen Bestimmungen, z.B. die Anzahl der erlaubten Angeln, Schonmaße oder Entnahmebeschränkungen bei den vorkommenden Fischarten.

Tageskarte Peene

Bestimmungen Peene

 Wo soll geangelt werden?

Schaut euch eure Angelstelle so gut es geht vorab an. Am besten tut ihr das via Google Maps. Dort gewinnt ihr einen ersten Eindruck von den Gegebenheiten vor Ort. Wie groß ist das Gewässer? Wie erreicht man es am besten und wie ist es vom Ufer aus begeh- und beangelbar?

Maps Angelstelle

Maps Angelstelle

Was solltet ihr generell immer dabei haben?

  • Navi, Internet- und GPS-fähiges Handy

  • eine Karte für alle Fälle

  • genügend zu Trinken/ zu Essen bei längeren Ausflügen

  • längere Kleidungsstücke/ Insektenschutz, gegen Stechmücken und Zecken

  • festes Schuhwerk, am besten Gummistiefel oder eine Wathose, um in unzugänglichem Terrain zurecht zu kommen

Die wichtigsten Angelsachen, die mit dabei sein müssen

  • Kescher

  • Hakenlöser

  • Messer

  • Maßband, Messmatte

  • Fischtöter

  • Maulsperre

  • Köderboxen für das Spinnangeln

  • Köderboxen in einer Tragetasche beim Ansitzangeln mit den wichtigsten Ersatzteilen:

Blei, Ersatzhaken, Ködernadel, Knicklichter, Karabinerwirbel, Klemmzange,
zusätzliches Messer, Kopflampe, Sehne und ggf. Vorfächer zum Hechtangeln

Welche Angelmethoden wollt ihr einsetzen?

Mit der Spinnrute am Rheinhafen

Mit der Spinnrute am Rheinhafen

Spinnangeln zu Fuß oder lieber Ansitzangeln an einer aussichtsreichen Uferstelle? Oder sogar mit dem Boot auf den See fahren? Wir entscheiden uns zumeist für das Spinnangeln zu Fuß. Warum? Es ist am einfachsten und bedarf am wenigsten Ausrüstung.

Eine Rute, eine Köderbox mit den fängigsten Ködern im Rucksack und ein gesunder Erkundungsdrang sind hier der Schlüssel zur Erkenntnis und zum späteren Erfolg. Außerdem kann man so am besten das Gewässer kennenlernen, egal ob es sich um einen See, einen Bach oder eine großen Fluss handelt.

Markante Stellen, welche interessant für einen späteren Ansitz sein könnten, merkt man sich oder markiert sich die GPS-Daten bei Google Maps. Notiert euch auch die Beschaffenheit der möglichen Angelstelle. Das ist wichtig, z.B. für die Wahl der Rutenlängen oder der Ködermontage, wenn z.B. am Ufer Bäume das Auswerfen einschränken oder der Gewässeruntergrund weich und schlammig ist.

Spinnfischen am Badesee

Mit offenen Augen und Ohren zum Erfolg

Scannt ebenfalls beim Spinnangeln den Abschnitt in einem größtmöglichen Winkel ab: Ihr erfahrt so am besten, wie sich die Tiefenstruktur vor Ort in etwa abzeichnet. Fällt das Ufer steil ab oder wird es erst in 10 m Uferentfernung langsam tiefer. Wir verwenden dazu zumeist kleinere bis mittlere Gummifische mit Bleikopf.

Sie verhaken sich nicht so schnell und lassen sich im Prinzip wie ein Lotblei verwenden. Eine kleine Teleskoprute zum Loten dabei zu haben, schadet auch nicht und lässt sich ebenso leicht transportieren. Nicht nur gucken, sondern auch hören ist wichtig. Seht Ihr neben den Blasenteppichen vor der Krautbank auch rollende Fischkörper an der Oberfläche, liegt hier wohl eine Zugrute der Fische. Hört ihr es immer wieder aus einer Ecke des Gewässers „platschen“, ist dies nicht nur einen Wurf mit der Spinnrute gut.

Solange die Fische über den Sommer aktiv sind, sollte man häufiger hinsehen und -hören. Wenn dann noch „zufällig“ ein Fisch bei eurer Erkundungstour beißt, wie der Döbel im Bild unten, dann fördert das natürlich zusätzlich die Motivation für den bevorstehenden Erkundungs- und Angeltag ;)!

Döbel aus der Sude

Döbel aus der Sude

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked