Porta Bote – Faltbares Vergnügen

Der Gedanke, ein eigenes Boot zu besitzen, war schon immer in unseren Köpfen präsent. Wie geil wäre das einfach mal entspannt mit dem eigenen Kahn über das Wasser zu schippern?! Gesagt getan!  Ahoi Porta Bote! Ende Februar 2015 konnten wir uns diesen Wunsch erfüllen und uns fortan als stolze Besitzer eines Bootes bezeichnen. Aber es war nicht nur ein Boot, nein, es war „das Boot“ für uns.

Was sind eigentlich Porta Bote?

Hierbei handelt es sich um spezielle Falt- bzw. Klappboot, die aus dem äußerst bruch- und widerstandsfähigem Kunststoff Polypropylen bestehen. Hm, und was ist das? Ein thermoplastischer Kunststoff,  der hervorragend für diese Art von Boot geeignet ist. Porta Bote stammen ursprünglich aus den USA, wo sie produziert und von dort nach Europa importiert werden. Wir haben das Boot hier in Deutschland beim Generalimporteur vor Ort in Solingen gekauft und abgeholt. Die Porta Bote sind in vier verschiedenen Größen (8, 10, 12 und 14), sowie in drei verschiedenen Farben (Perlweiß, Anglergrün und Aluminium) erhältlich. Wir haben uns selbstverständlich für Anglergrün entschieden ;)!

Sie wiegen in der kleinsten Größe etwa 30 kg und in der größten 49 kg. Die Packmaße sind bei allen vier Typen in etwa identisch, wie auch die Breite der aufgebauten Boote mit ca. 1,5 m. Der Tiefgang liegt bei 10 cm. Das klingt Alles in Allem nach einem perfekten Boot für einen spontanen, wenig umständlichen Angelausflug.

Porta Bote gestrandet

Welche Vor- und Nachteile bieten Porta Bote?

Vorteile

  • erhöhte Schwimmstabilität durch das breite Spiegelheck (kein Spitzheck mehr) und durch die herausnehmbaren Sitzbänke

  • bruchsicher, UV-stabil und nahezu unempfindlich gegenüber Salzwasser, Kraftstoff, sowie Batteriesäure

  • vergleichbar leichtes Transportgewicht

  • schneller, einfacher Aufbau (nur die Sitzbänke müssen separat transportiert werden)

 

  •  ab 2013 mit dem Typ Alpha 1: integriertes Spiegelheck, muss nicht mehr einzeln transportiert werden

  • zusätzliche Auftriebskörper lassen das Boot selbst nach Volllaufen nicht sinken

  • Rumpf muss nicht gestrichen werden (durchgefärbt)

  • tauglich für die Binnen- und Küstenschifffahrt (ab Typ 10)

Nachteile

  • ab Größe 10 schlechter handhabbar, relativ sperrig und daher durch eine einzelne Person schlechter ladungsfähig

  • generelle Lagerung erfordert entsprechende Längenausmaße und Zugänglichkeit (Garage, Keller)

  • hoher Preis im Verhältnis zu vergleichbaren Booten (Banana-Boote, Kajaks, sowie Schlauchboote und andere Faltboottypen)

Warum haben wir uns für Porta Bote entschieden?

Phish-o-nator gelandet

Der Weg zu unseren endgültigen Entscheidung zog sich dann doch länger als gedacht. Wir fragten uns immer wieder: Wollen wir das Boot vor Ort im Rheinhafen lassen? Wie transportieren wir das Boot, wenn wir uns für keine faltbare Bootsvariante entscheiden? Wie wollen wir das Boot lagern? Fragen über Fragen – und da war ja auch noch der Gesamtpreis. Ja, der Gesamtpreis. Der Grund, warum wir noch etwas länger überlegten.

Transport – Wir kennen sie aus unserer alten Heimat, die typischen Kunststoff- oder Holzboote, die ziemlich groß und schwer sind. Man benötigt in der Regel zumindest einen Trailer oder Anhänger und damit auch einen entsprechenden Führerschein. Beides hätte wiederum mehr Geldeinsatz bedeutet. Ganz ehrlich: Warum sich noch durch die Fahrschule quälen, wenn man ein Porta Bote haben kann. Einfach auf’s Dach geschnallt und los geht’s!

Porta-Bote lassen sich einfach innerhalb weniger Minuten zusammenbauen und auf dem Dachgepäckträger verstauen. Ein enormer Vorteil und ein ausschlaggebender Faktor für uns. Da wir immer wieder gerne verschiedene Angelstellen anfahren, ist dieses Boot die perfekte Lösung. Wir haben den Aufbau bis jetzt zu zweit erledigt und würden es auch zukünftigen Bootsbesitzern empfehlen. Aufgrund der Länge des gefalteten Bootes und seiner Breite ist es alleine schwieriger zu handhaben. Die kleinsten Größen (8er und 10er) sind mit Sicherheit besser als Einzelner zu bewältigen.

Porta Bote auf dem Dachgepäckträger

Lagerung – Ganz zu Beginn wollten wir das Boot im eigenen Keller lagern. Das erwies sich im Nachhinein allerdings als unmöglich. Das Boot um die Ecke zu biegen war keine Option ;)! Eine Garage hier vor Ort zu organisieren, war kein Problem. Wie bereits beschrieben, hätten wir die Möglichkeit gehabt, das Boot im Rheinhafen vor Ort zu lassen. Ganz ehrlich? Das hätten wir selbst mit einem gebrauchten Boot nicht getan. Somit konnten wir zudem die Gebühr für den Liegeplatz im Hafen sparen. Wer einen schmalen, aber längeren Kellerraum besitzt, der einfach zu erreichen ist, wird Porta Bote unkompliziert verstauen können. Noch besser ist natürlich eine Garage oder ein Kellerraum, der mit Strom versorgt ist. So geht das Basteln am eigenen Boot einfach einfacher :)!

Gesamtpreis – Viel hat nicht gefehlt und wir hätten die Idee vom eigenen Boot aufgrund des Preises verworfen. Knapp über 2.000 Euro Neupreis sind eben kein Pappenstiel. Kauft man ein vergleichbares Boot aus Kunststoff oder Holz, wird der Preis in einer ähnlichen Spanne liegen. Wir denken aber, dass sich das Boot auf lange Sicht rechnen wird. Nicht zuletzt spricht für die Porta Bote, dass sie nur rar gebraucht im Internet zu finden sind. Wir waren hier sehr überrascht und schlussfolgern, dass viele Käufer äußerst von der Qualität überzeugt sind. Braucht es mehr Argumente. um zu überzeugen?!

Nach all der Theorie wollen wir Euch natürlich nicht den ersten Praxistest vorenthalten. Bleibt gespannt auf den nächsten Beitrag in dem wir euch von unserer Jungfernfahrt berichten ;)!